Freitag, 11. März 2011

...was sagt man einem kind...

...das nach dem schlafen gehen wieder aufsteht und weinend vor einem steht und nach nachfragen warum es weint antwortet: " ich habe dran gedacht das ich irgendwann sterben muss."...

...so gestern abend mit madita passiert...

...sie wird nächsten monat 9 jahre und ist in dem alter wo sich kinder natürlich auch damit auseinandersetzen müssen und die heile welt anfängt zu bröckeln und sie anfangen zu bemerken, dass die welt nicht nur aus spielen und fröhlich sein besteht...

...marius hat das doch wesentlich lockerer gemeistert oder ist das eine geschlechterfrage?...das typische wir-machen-uns-über-alles-und-jeden-mehr-gedanken-und reden-auch-drüber-frauenproblem...;o)...vielleicht...

...jedenfalls habe ich ihr dann meine theorie dargelegt und ich hoffe ich konnte sie ein wenig beruhigen bzw. in ihrer verarbeitung unterstützen...als atheist verfüge ich nicht über die "handelsübliche" ausrede, wir kämen alle in den himmel...das ist so schön einfach...;o)...(an alle religiösen menschen - bitte nicht zu sehr auf den schlips getreten fühlen, jeder so wie er mag , bzw. glaubt...ich meine das nicht böse...:o))...

...meine oma sagte mir ca. 1 jahr bevor sie starb (2006), das sie keine angst davor hätte....sie hätte schließlich ihr leben gelebt, die kinder haben selbst schon kinder und auch enkel...allen geht es gut und somit war sie mit ihrem leben im reinen, auch wenn sie bestimmt nicht immer glücklich war...sie hatte sozusagen alles erledigt, sie war zufrieden und müde...das ist das was ich madita so in der art auch versucht habe zu vermitteln...

...das man in der regel ein seeeehr langes leben hat (ich weiss - ich weiss...), das man versuchen muss das beste draus zu machen, das man mit dem was man tut zufrieden sein muss...es gibt viel zu erLEBEN , man sollte versuchen glücklich zu sein...und das man dann, wenn man gaaaaaaaanz alt ist, zufrieden zurückblickt und denkt, alles ist getan, es war schön... nun bin ich müde... will mich ausruhen und es kann so schlimm nicht sein wenn man nicht mehr ist, denn es war auch nicht schlimm als man noch nicht gelebt hat...:o))))...

...dieses kleine gespräch gestern abend um 21:30 uhr mit meiner süßen hat mich selbst auch wieder nochmal mehr darüber nachdenken lassen ob ich mit allem zufrieden bin, ob ich glücklich bin mit dem was ich tue, ob es etwas gibt was ich noch erreichen möchte...undundund...und ich glaube es war gut sich dessen mal wieder bewusst zu werden...

...nachdenkliche grüße nicole

Kommentare:

  1. ich kann sehr gut nachfühlen, wie du dich (und natürlich auch deine tochter) fühlst - ich habe hier auch ein sehr nachdenkliches, sich über alles gedanken machendes mädl (vor kurzem 8 geworden).
    ist oft nicht leicht, und auch ich glaube nicht an den himmel.
    ganz schlimm war's bei uns vor ein paar wochen, als unsere kaninchen vergiftet wurden, das nagt noch immer.
    aber tut es nicht auch manchmal gut - auch wenn's weh tut -, nachzudenken?

    glg an dich und deine tochter
    catharina

    AntwortenLöschen
  2. Oh je, das kenn ich nur zu gut. Jasmin hat aber vordergrundig Angst um ihre Oma die seit kurz vor Weihnachten die Diagnose Leukämie hat. Momentan läuft die zweite Chemo und Jasmin bangt um Omas Leben weil es ihr nicht gut geht. Schwer mit einem Kind in dem Alter (jasmin wird auch erst 9) da offen zu reden ohne Angst zu machen. Logischerweise kommen da auch bei ihr Gedanken über ihr eigenes Leben und dessen Ende, auch weil wir im Bekanntenkreis ein Kind mit Krebs haben und sie sieht dass es nicht nur Erwachsenen betrifft.
    Ich drück dir die Daumen dass zumindest bei euch das Thema schnell wieder vom Tisch ist, uns wird es weiter begleiten, mal mehr, mal weniger :-(

    Alles Liebe
    Simone

    AntwortenLöschen
  3. Huhu, oh Gott... nicht einfach dieses Thema. Meine große (aber erst 5!!!!) fängt sehr oft mit diesen Thema an, leide bin ich selbst da nicht so locker, weil ich mich mit diesen Thema nicht auseinandersetzen kann... da bekomme ich selbst noch dolle Angst...

    Ist ja kein schönes Thema... da denke ich sehr oft drüber nach...

    LG Linda

    AntwortenLöschen
  4. Nicht einfach... meine Kinder sind mit dem Thema Tod zwangsläufig aufgewachsen, nach unserem Sternenkind Simon, der einen festen Platz in unserem Leben hat, gab es viele Fragen zum Tod. Wir reden nichts schön, und sagen offen das auch vieles über den Tod nicht wissen sondern nur vermuten können. Das ein Tod auch Erösung bedeuten kann oder er wahnsinnig unfair, das man wütend und traurig sein darf. Es gibt sehr schöne Bücher zu diesem Thema, wir haben selber eines. Leb wohl kleiner Hobbi, handelt vom Tod eines kleines Sittichs, die Familie erinnert sich an die schönen Zeiten die man zusammen mit ihm hatte und wie lustig es war. Und das einem diese Erinnerung bleibt und sie einem keiner nehmen kann. Wenn du möchtest leihe ich dir das Buch gerne aus. Es ist fröhlich bunt, wenig Text und zauberhaft Ilustriert.
    viele liebe Grüße Rubinengel

    AntwortenLöschen
  5. Auch ich kann es sehr gut verstehen! F. ist sogar erst 6 Jahre alt, aber auch sehr nachdenklich (und sensibel)! Die ähnliche Situation hatten wir auch schon, als ihr Opa gestorben ist. Da hat sie auch allerlei Fragen gestellt. Wir sind ebenfalls nicht gläubig, haben es ihr also auch so kindgerecht wie möglich versucht zu erklären! Hin und wieder beschäftigt sie (und uns natürlich auch) das Thema, wie Simone schon schrieb: "mal mehr, mal weniger"!

    Ganz liebe Grüße.... Elisabeth

    AntwortenLöschen
  6. Ja so ist das manchmal...die lieben Kleinen geben uns Erwachsenen...mal mehr,mal weniger:-)...schon ganz schöne Denkanstöße zwischendurch...
    man wird nachdenklich und "überdenkt"auf einmal viele Dinge...aberrr das ist auch gut so...!!!

    Ein schöner Post,in den ich mich sehr gut hineinfühlen kann...besonders
    in das will ich das SO,wie es im Moment ist,oder ist es an der Zeit etwas zu ändern???

    Gewisse ZEIT...und besonders die Zeit für ganz besondere Dinge,die,die unsere Familie und die Kinder angeht...kann man nicht wiederholen!

    Du kannst Dein Leben nicht verlängern - nur vertiefen. Nicht dem Leben mehr Jahre, aber den Jahren mehr Leben geben. Zähle das Leben nicht nach Tagen und Jahren. Zähle die Stunden, da der Engel Dich berührte. (Martin Buber)....
    Ich wünsche Dir ein sonniges Wochenende
    Ganz liebe Grüße
    Biggi

    AntwortenLöschen

♥ danke für deinen kommentar ♥